Nationaler Sammeltag zur Spekulationsstoppinitiative

Die JUSO Schaffhausen stand am Samstagmorgen einmal mehr auf der Strasse um Unterschriften für die Spekulationsstoppinitiative zu sammeln. Die gesteckte Quote von 150 Unterschriften wurde dank einer gelungenen Aktion mit 221 Unterschriften hoch übertroffen.

Mit einem Stand bestückt mit Reis, Maiskolben und Rouletterad wurde ein kleines Strassentheater aufgeführt: Zwei Spekulanten nahmen einen Drittweltbauer skrupellos aus. Immer mehr Nahrung wurde dem Bauer von den Spekulanten weggenommen – wie es heute weltweit geschieht.
Dabei wollte die JUSO die Problematik der Spekulation mit Nahrungsmitteln aufzeigen.

Die Preise der vier Hauptnahrungsmittel Reis, Mais, Weizen und Sojabohne verdreifachten sich zwischen 2005 und 2008. In Entwicklungsländern kam es während der Nahrungsmittelpreiskrise 07/08 zu Anstiegen der Verbraucherpreise von bis zu 40 Prozent. Solche extremen Preisausschläge
haben mit Angebot und Nachfrage nichts mehr zu tun. Ursache sind Finanzkonzerne, die mit ihren spekulativen Anlagestrategien den Markt mit Liquidität überschwemmen.

Werden steigende Preise verzeichnet, investieren alle Spekulanten massiv in das entsprechende Produkt, die Nachfrage wird erhöht und damit steigen die Preise noch weiter.

Seit die Rohstoffbörsen für Spekulanten geöffnet worden sind, sind die Preisschwankungen ausser Kontrolle. Diese spekulativen Preisblasen sind für Millionen Menschen existenzbedrohend und treiben sie in Hunger und Armut.
Die JUSO Schweiz hat sich dasselbe Ziel wie bei der 1:12 Initiative gesteckt. Die erstrebten Unterschriften in nur einem Jahr zu sammeln. Momentan ist man auf gutem Weg das Ziel zu erreichen. Knapp die Hälfte der benötigten Unterschriften sind schon gesammelt

Die JUSO Schaffhausen liegt mit 717 gesammelten Unterschriften gut im Zeitplan. 1000 Unterschriften sollte die JUSO Schaffhausen bis anfangs Oktober erreichen. Ein Ziel das motiviert übertroffen zu werden.

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